Landwirtschaftliche Geschäftsstelle der
Raiffeisen Centralheide eG

Baumaßnahme
Errichtung einer landwirtschaftlichen Geschäftsstelle für die Raiffeisen Centralheide eG,
Raiffeisen-Weg 1, an der L160 in 29664 Walsrode
(westlicher Ortsrand von Kirchboitzen)

Auftraggeber/Bauherr
Raiffeisen Centralheide eG

Fertigstellung
10/2016

Leistungsumfang
Architektenleistungen gem. HOAI LP 1 – 8
Änderung Flächennutzungsplan und Aufstellung Bebauungsplan

Bruttogeschossfläche (BGF)
21.107 m²

Bauliche Anlagen:

  • Getreidesiloanlage mit Annahme- und -Verladeeinrichtung, Trocknungs- und Reinigungsanlage für insgesamt rund 21.000 Tonnen Getreide und Ölsaaten
  • Lagerhalle mit Pflanzenschutzmittellager, BGF ca. 730 Quadratmeter zuzüglich Verbindungsdach mit ca. 510 Quadratmeter Grundfläche
  • Verwaltungsgebäude für insgesamt acht Mitarbeiter mit Labor, Besprechungsraum sowie Pausen- und Sanitärräumen, BGF ca. 340 Quadratmeter
  • Lagerhalle für granulierte mineralische Dünger, BGF ca. 1.420 Quadratmeter, Lagermenge ca. 4.180 Quadratmeter
  • Abfüllanlage für Dieselkraftstoff und Heizöl. Lagermenge: 200.000 Liter
  • Abfüllanlage für Flüssigdünger. Lagermenge: 400.000 Liter

Kurzprofil

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass wesentlich größere und schnellere Fahrzeuge in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Dadurch hat sich unter anderem der Einzugsbereich der landwirtschaftlichen Geschäftsstelle maßgeblich vergrößert. Die Herausforderungen wurden gleich zu Beginn deutlich, denn an den drei Altstandorten der Raiffeisen Centralheide eG gab es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr und die vorhandenen Möglichkeiten waren ausgeschöpft. Somit fiel die Entscheidung, alle Bereiche, inklusive der Verwaltung des Betriebsstandortes, an einem Ort zusammen zu führen und entsprechend zu erweitern.

Beim Blick auf die freie Ackerfläche in Walsrode stand fest, dass diese als Standort für die neue Geschäftsstelle der Raiffeisen Centralheide eG optimal in Frage kommt. Das Architekturbüro htm.a übernahm alle Planungsphasen inklusive des Genehmigungsverfahrens zum Bauantrag sowie die Bau- und Projektleitung bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme. Für das Plangebiet wurde ein Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 107 „Sondergebiet – Agrar- und Energiehandel an der L160, westlich Ortschaft Kirchboitzen“ – aufgestellt. Da sich das Plangebiet im Außenbereich befindet, war eine verkehrliche sowie infrastrukturelle Erschließung mit Ver- und Entsorgungsmedien erforderlich.

Fortschritt
in Einklang
mit Natur

beeindruckende
Getreidesilos

positive
Resonanz

N

Fertigstellung
Ende 2016

htm.a bringt Funktion und Fortschritt in Einklang mit der Natur

Unter den Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Ortschaften Uneinigkeit darüber, ob und wie sich das geplante Projekt in die ländlich geprägte Umgebung der Lüneburger Heide einfügen wird. Besonders die sieben 30 Meter hohen Getreidesilos der Anlage gaben in Stadt, Rat und Verwaltung Anlass zur Diskussion. Unser Architekturbüro bündelte Erfahrung und Wissen um die vorhandenen Möglichkeiten und fand Lösungen, die auch im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die Stadt Walsrode (Bauleitverfahren) und der Architekturplanung (LPH 1-8) entscheidend zur erfolgreichen Umsetzung beitrugen. So konnte das Baurecht für die 21.107 Quadratmeter umfassende Baufläche erfolgreich geschaffen werden.
An das Verwaltungsgebäude schließt sich eine Lagerhalle mit Lagermöglichkeiten für Saaten, Futtermittel und Pflanzenschutzmittel an. Darüber hinaus wurden Lagermöglichkeiten für Heizöl- und Dieselkraftstoffe, Kohle und Holzpellets geschaffen, eine Getreideannahme mit Trocknungsanlage, Laborräume ein Waschplatz sowie dazugehörige Stellplätze, Zufahren und Nebenanlagen.

Positive Resonanz aus Kirchboitzen und der Region

Einige hundert Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Ortsteilen und der Region nahmen im September 2017 an der Einweihung des Neubaus mit „Tag der offenen Tür“ teil.
Unser Geschäftsführer, Andreas Hartmann und unser Prokurist, Michael Schmidt, waren bei diesem feierlichen Anlass dabei und freuten sich über die zahlreichen positiven Kommentare der Einwohner aus Kirchboitzen und der Region.

Faszination lösten vor allem die sieben 30 Meter hohen Getreidesilos aus, die über erstaunliche 3.000 Tonnen Fassungsvermögen verfügen und durch das immense Volumen zusammengefasst die Abfertigung von rund 200 Tonnen Getreide pro Stunde möglich machen.